Blummenfelt optimiert seinen Motor im Labor vor dem Challenge Roth
Kristian Blummenfelt Er hat in Bergen zwei Tage VO2max-Tests absolviert, um seine Leistungsfähigkeit, seinen Sauerstoffverbrauch und seinen Fitnesszustand im Vorfeld zu messen. Herausforderung Roth.
Der norwegische Triathlet ist mit seinem Team ins Labor zurückgekehrt, um seine Leistung während der Wettkampfsaison zu überwachen. Dabei wurden Tests beim Radfahren und Laufen durchgeführt, bei denen Sauerstoffaufnahme, Laktatwerte, Effizienz und physiologische Reaktionen bei unterschiedlichen Intensitäten gemessen wurden.
Das auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte Video zeigt einen weniger sichtbaren Aspekt der Arbeit professioneller Triathleten: nicht nur mehr Training oder höhere Wattzahlen, sondern auch Verständnis. Wie viel kostet die Produktion jedes Watts? und wie der Körper reagiert, wenn ein Wettkampf naht.
Zwei Testtage in Bergen
Blummenfelt erklärte, das Ziel sei es, die aktuellen Daten mit denen vom Januar zu vergleichen, als sein Sauerstoffgehalt im Verhältnis zur erzeugten Leistung sehr hoch war. Konkret bedeutete dies, dass der Körper mehr Sauerstoff benötigte, um die gleiche Arbeit zu verrichten.
Am ersten Tag absolvierte der Norweger einen standardisierten Fahrradtest mit Blöcken 8 Sätze à 6 MinutenAnschließend folgte ein Stufentest. Während der Belastungsblöcke erfasste das Team Sauerstoff- und Laktatwerte, um zu analysieren, wie sich ihre Leistungsfähigkeit bei unterschiedlichen Intensitäten verhielt.
Die Hauptidee bestand nicht nur darin, einen hohen VO2max-Wert zu finden, sondern auch darin zu überprüfen, ob sich der Energieverbrauch im Vergleich zum Winter normalisiert.
Effizienz, ein Schlüsselfaktor beim Fernreisen
Im Langdistanz-Triathlon ist Effizienz einer der Faktoren, die den entscheidenden Unterschied ausmachen können. Es reicht nicht, einen besonders leistungsstarken Motor zu haben: Entscheidend ist auch, wie viel Treibstoff benötigt wird, um eine bestimmte Leistung über Stunden aufrechtzuerhalten.
Laut den Angaben im Video befand sich Blummenfelt im Januar etwa bei einem 18 % Bruttoeffizienzmit einem überdurchschnittlich hohen Sauerstoffverbrauch pro Watt. In dieser neuen Auswertung beobachtet das Team eine positive Entwicklung mit Werten, die sich einigen seiner besten Leistungsmomente annähern.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse für jeden Triathleten ist, dass die Leistung nicht allein durch die VO2max gemessen wird. Zwar hilft die VO2max, die Leistungsfähigkeit eines Athleten zu verstehen, doch sind Effizienz, Laktatwerte, Laufökonomie und die Fähigkeit, die Intensität aufrechtzuerhalten, bei der Vorbereitung auf einen Langstreckenwettkampf ebenso wichtig.
Veränderungen der Fahrradposition
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft das Fahrrad. Blummenfelt erklärt, dass er auf einen extra kleinen Rahmen umgestiegen ist, um vorne etwas tiefer sitzen zu können. Er sagt, diese Modifikation erlaube es ihm, die Höhe des Fahrrads um etwa [fehlender Betrag] zu reduzieren. 2 cm die Höhe der Vorderseite und könnte eine ungefähre Verbesserung darstellen von 15 Watt im Vergleich zu seiner vorherigen Position.
Diese Daten sind als Schätzwerte im Rahmen des individuellen Trainingsprozesses des Athleten zu verstehen. Sie verdeutlichen jedoch eine klare Idee: Bei Wettkämpfen wie der Challenge Roth kann die Aerodynamik genauso wichtig sein wie die absolute Kraft.
Blummenfelt selbst räumt ein, dass es entscheidend sein wird, diese Position über die gesamte Renndauer zu halten. Ein schneller Start nützt wenig, wenn er seine Leistungsfähigkeit im weiteren Verlauf beeinträchtigt.
Lauf- und VO2max-Daten
Am zweiten Tag verlagerte sich der Schwerpunkt auf das Laufen. Das Trainingsprogramm umfasste progressive Einheiten von moderatem Tempo bis hin zu hohen Geschwindigkeiten, wobei ein letzter Abschnitt speziell darauf ausgelegt war, die Sauerstoffaufnahme zu maximieren.
Blummenfelt erwähnt Zahlen in der Nähe von 95 ml / kg / min in den letzten 30 Sekunden und ungefähr 93,8 ml / kg / min in letzter Minute, obwohl der Kontext des Videos selbst deutlich macht, dass es sich nicht um ein offizielles Laborergebnis handelt, das unter einer geschlossenen Marke veröffentlicht wurde.
Abgesehen von den reinen Zahlen hebt das Team hervor, dass sich seine Renneffizienz ebenfalls positiv entwickelt. Der norwegische Fahrer weist weiterhin niedrige CO2-Emissionen auf und zeigt ein Ansprechverhalten, das auf Verbesserungspotenzial vor seiner Rückkehr in den Wettbewerb hindeutet.
Wichtige Daten aus dem Video extrahiert
Dies sind einige der Daten und Referenzen, die bei den von Kristian Blummenfelt in Bergen durchgeführten Labortests auftauchen. Die Zahlen entsprechen den Inhalten des Videos und sind als Referenzwerte aus dem Test selbst zu verstehen, nicht als offizieller, veröffentlichter Bericht.
| Datum | Annotierte Referenz | Was heißt das |
|---|---|---|
| Dauer des Radfahrblocks | 8 Sätze à 6 Minuten | Standardisierter Test zur Messung der Effizienz, des Sauerstoffverbrauchs und der physiologischen Reaktion auf unterschiedliche Intensitäten. |
| Stufenweiser Fahrradtest | Beginnen Sie mit etwa 380 Watt und erhöhen Sie die Leistung um 18 Watt pro Minute. | Progressives Protokoll, um den Athleten zu maximalen Intensitäten zu führen und seine Belastungstoleranz zu analysieren. |
| Bruttoeffizienz im Januar | Rund 18 % | Das Team stellte einen hohen Sauerstoffverbrauch für die im Winter erzeugte Energie fest. |
| Stromeffizienz am Fahrrad | Eher bei 20 % / 20,5 % | Laut Aussage des Teams nähert sich die Effizienz allmählich wieder dem Niveau, das in einigen seiner besten Momente erreicht wurde. |
| Mögliches Verbesserungspotenzial | Ein Anstieg von 20 % auf 21 % entspräche etwa 5 %. | Kleine Effizienzverbesserungen können über lange Distanzen eine bedeutende Wirkung haben. |
| Positionswechsel auf dem Fahrrad | Besonders kleiner Rahmen und vorne 2 cm niedriger | Ziel ist es, die Stirnfläche zu verringern und die Aerodynamik im Vorfeld der Challenge Roth zu verbessern. |
| Geschätzte aerodynamische Verbesserung | etwa 15 Watt | Blummenfelts kommentierte Einschätzung bezüglich seiner vorherigen Position. |
| Laktat nach dem Fahrradtest | 6,83 mmol / L | Der Wert wurde nach der Anstrengung angegeben, wobei man das Gefühl hatte, noch nicht in Bestform zu sein. |
| VO2max auf dem Fahrrad | Ungefähr 85 ml/kg/min in der letzten Minute | Blummenfelt merkt an, dass dies keine Höchstwerte für ihn seien, sondern vielmehr mit der aktuellen Arbeitsbelastung und der Saison vereinbar. |
| Testlauf | Blöcke von 14 bis 21 km/h | Progressives Laufbandtraining zur Analyse der Laufökonomie und des Sauerstoffverbrauchs. |
| VO2max beim Laufen | 95 ml/kg/min in den letzten 30 Sekunden und 93,8 ml/kg/min in der letzten Minute | Die im Video besprochenen Daten werden im letzten Teil des Lauftests dargestellt. |
| Gewicht vor dem Lauftest | 1,1 kg weniger als am Vortag | Hinweis von Blummenfelt selbst vor Beginn des zweiten Testtages. |
| Nächstes großes Ziel | Herausforderung Roth | Das deutsche Rennen erscheint als nächstes wichtiges Ereignis in ihrem Kalender. |
Herausforderung Roth, das nächste große Ziel
Blummenfelt Orte Herausforderung Roth als ihr nächstes großes Event. Das deutsche Rennen wird einer der entscheidenden Momente sein, um zu sehen, wie sich all diese Laborarbeit in der realen Wettkampfpraxis auswirkt.
Vor dem Wettkampf gegen Roth plant der Norweger ein Höhentrainingslager in der Schweiz und in St. Moritz. Auch eine Windkanal-Session mit seinem Trainerteam steht auf dem Programm. Der Athlet selbst stellt jedoch klar, dass er während dieser Evaluierung seine Position nicht verändern, sondern lediglich weitere Details optimieren möchte.
Weitere namhafte Persönlichkeiten tauchen ebenfalls im Umfeld der norwegischen Gruppe auf. Gustav Iden und Casper Stornes werden voraussichtlich an dem Wettbewerb teilnehmen. IRONMAN Frankfurt, während Blummenfelt sich in seiner Vorbereitung auf Roth und den anschließenden Weg nach Hawaii konzentriert.
Was kann der Amateur-Triathlet lernen?
Die wichtigste Erkenntnis für den durchschnittlichen Triathleten ist klar: Nicht jeder Fortschritt spiegelt sich in einer einzigen Statistik wider. Verbesserungen im Triathlon bedeuten nicht zwangsläufig mehr Watt, schnellere Läufe oder eine höhere maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max).
Blummenfelts Fall verdeutlicht, wie wichtig es ist, den tatsächlichen Aufwand zu messen. Beim Langstreckenlauf kann mehr Effizienz bedeuten, in besserer Verfassung zum Lauf zu kommen, weniger Energie auf dem Rad zu verbrauchen und das Tempo besser halten zu können, wenn die Ermüdung einsetzt.
Die Vorbereitung des Norwegers unterstreicht einmal mehr eine wichtige Erkenntnis: Das Labor gewinnt zwar keine Rennen von allein, aber es hilft, bessere Entscheidungen zu treffen. Und im Spitzensport, wo die Unterschiede minimal sind, kann das Verständnis jedes einzelnen Datenelements genauso wichtig sein wie hartes Training.



